Letzten Monat hatten wir mit unseren Leadership Mentoring-Kunden einen spannenden Call zum Thema:
Kommunikation in der Krise
Und spannend war:
Die wichtigsten Learnings sind eigentlich simpel.
und gleichzeitig brutal anspruchsvoll in der Umsetzung.
1. Radikale Selbstverantwortung
Gerade in der Krise gibt es für mich als Leader, als Chef, als Trainer keinen anderen Weg, als die radikale Selbstverantwortung
Nicht die Schuld bei anderen suchen. Sondern das, was passiert – das Scheitern – auf meine Kappe zu nehmen.
Ich musste sofort an eine Situation aus meiner Zeit als Sportchef beim FC Aarau denken:
Unsere beiden Stammtorhüter waren verletzt. Also mussten wir schnell reagieren und plötzlich stand ein 16-Jähriger von den Junioren im Tor. Ein riesiger Moment für den Jungen.
Das Spiel gegen St. Gallen haben wir 4:0 gewonnen – die Euphorie war gross.
Doch kurz danach legten die St. Gallener Protest ein, weil unser Junior keine Spielberechtigung hatte.
Und so wurde das Spiel 3:0 gegen uns gewertet.
In so einem Moment hast Du immer die Wahl:
1. Die Schuld abschieben – in diesem Fall z.B. auf den Juniorenobmann, der für die Lizenzierung verantwortlich war.
2. Oder hinstehen und sagen: «Das geht auf meine Kappe.»
Als Sportchef vor die Presse zu stehen und die Verantwortung zu übernehmen, hat mir damals unglaublich viel Kraft gegeben.
Und es hat mir ermöglicht, bei mir selbst hinzuschauen:
Was lerne ich daraus?
Was mache ich beim nächsten Mal anders?
2. Klarheit & Entschlossenheit
Ein weiteres Learning aus dem Call:
In der Krise braucht es nicht viele Worte. Sondern klare Worte. Weniger ist mehr.
Keine Ausreden, kein Herumreden.
Sondern eine Richtung. Ein Standpunkt. Etwas, woran sich Menschen orientieren können.
3. Alles, was Du sagst, ist eine Botschaft an Dein Team
Das unterschätzen viele:
Gerade heute – mit Social Media – gibt es kein ’nur nach aussen‘.
Alles, was Du sagst, hören auch Deine Leute.
Und noch wichtiger: Sie lesen Dich.
Deine Körpersprache. Deine Energie. Deine Überzeugung.
Glaubst Du noch an Dein Team?
Spüren Deine Leute Zweifel und Unsicherheit?
Oder Vertrauen und Stärke?
Herzlichst,
Ruedi
